SAM tief, tiefer…

Neiiin, ich rede grad nicht von der CD der Apokalyptischen Reiter...obwohl…die kann man ganz gut hören…rein lyrisch betrachtet, leistet der Haupt-Songwriter Fuchs wirklich großartige, echte Arbeit….aber nein, mein Titeleintrag im Tagebuch, hat so gar nichts damit zu tun. Es ist schlicht ein Zustand…vielleicht auch ein Weg…jedenfalls ist es ein Gefühl,dass mich autorentechnisch gerade umtreibt.

Ich hab ein Schreibtief. Schon länger. Was hab ich nicht alles versucht und was hab ich dazu nicht alles gelesen. Aber…nada…dabei fehlt es mir nicht an Ideen. Da hab ich Stoff für gaaaanz viele Bücher. aber woran liegts denn dann, frag ich mich? Und warum krieg ich das nicht in den Griff?

Ende April hab ich das erste Mal bewußt an der Schreibnacht teilgenommen. Es hat richtig Spaß gemacht und ich war auch produktiv, obwohl ich von sogenannten „Schreibbuddys“ im Alltag so gar nix halte…noch mehr Druck kann ich im Alltag wirklich nicht brauchen. Aber diese Schreibnacht-Idee ist wirklich schön und ich werd auch im Mai wieder dabei sein. Wenn Du Dich darüber informieren möchtest, schau HIER.

Aber noch etwas anderes ist passiert.

Ich bin auf einer sehr besonderen Lesung gewesen. Ich bin ja öfter bei Autorenlesungen. Man kann nie genug lernen…am 17.05. allerdings war es besonders schön!

Die Thalia-Buchhandlung Wolfsburg hatte ins Planetarium eingeladen. Sabine Weigand sollte aus ihrem neuesten, im März erschienen Buch „Manufaktur der Düfte“ lesen. Leider war die Lesung trotz der besonders schönen Atmosphäre nur wenig besucht (vermutlich waren alle Leute beim Relegationsspiel des VfL…), aber das machte mir nichts. Mein Jüngster Sohn begleitete mich, damit ich mich auf dem späteren dunklen Rückweg nicht gruseln sollte. Und ich-ich hatte einen so guten Platz, dass ich quasi direkt neben Frau Weigand sass.

Sabine Weigand ist Historikerin und hat Geschichte, Anglistik und Amerikanistik studiert und auch promoviert. Mit ihrem supersympathischen fränkischen Dialekt las sie aus „Die Manufaktur der Düfte„. Wie jedes ihrer Bücher, liegen auch diesem wahre Geschehnisse zu Grunde. Die Zeit verging wie im Fluge und ich hätte ihr noch länger zu hören können! Gut gelaunt und authentisch beantwortete Sabine Weigand meine Fragen, schrieb eine Widmung in mein mitgebrachtes Buch und hielt bereitwillig und humorvoll für Fotos hin…“nicht das wir hier Moos ansetzen“… 😉 

Ich bin noch immer ganz beseelt von dieser Begegnung! Sabine Weigand hat mich inspiriert (…“ich recherchier bestimmt rund ein Joar-selbst wenn ich im Thema schon drin steck“) und ein Licht in mir angezündet. Menschlich und auch als Geschichtenerzählerin. Ich mach mir auf einmal keine Sorgen mehr um Zeit…oder um Erscheinungstermine…ich halte mich fest an diesem Erlebnis und schreibe weiter…oder auch nicht…und spätestens sowieso am 26.Mai in der Schreibnacht!

Lass Dich also nicht zu vergleichen und zu „ich muss aber…“ hinreissen. Schreib in DEINEM Tempo, dann wenn es Dich ruft. Dann ist Dir auch egal, wie der Haushalt aussieht 😉 Es geht weiter…und bloggen, malen, recherchieren und davon eine Vision entwerfen wie alles wohl ist, wenn das was aus Dir raussprudelt 100 000fach verkauft ist…all das, ist AUCH dazu gehörend zum Schreiben oder Malen oder was auch immer. Diese nicht beachteten Arbeiten, das Drumherum  sind wichtig und sind auch ein Schritt nach vorne-Deinem Traum entgegen!

In diesem Sinne:

Schreib mal wieder-oder was auch immer Dein Medium ist!

 

Wir lesen uns!

Denn ich bin Frau Wort!

Ich bin SAM

PS. Bleib gespannt! In Kürze wird es zu „Die Manufaktur der Düfte“ hier in meinem Tagebuch eine Rezension zu lesen geben!


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