Sisterhood-What a feeling!

Manchmal steht man an einem Punkt, da fragt man sich doch wirklich, ob man morgens anstatt aufzustehen aus Sicherheitsgründen lieber liegen bleiben sollte.

Dieser unendlich viel zu heiße und zu lange Sommer hat uns doch fast allen eh schon einiges abverlangt, dennoch springt einem der Alltag und das Alltägliche dann auch noch heftig ins Kreuz. Mir auch. Ein Autorinnenleben ist eben auch nicht anders als das einer Bankkauffrau, einer Floristin oder Krankenschwester…

Die Spülmaschine ging kaputt. Sorry, aber Spülmaschine und Waschmaschine sind in MEINEM Familienleben enorm wichtig und nicht verzichtbar!

Zwei Tage später verabschiedete sich die Dunstabzugshaube und beim Ausbau fiel dem Handwerker auch noch ein Hammer auf mein Ceranfeld. PENG und KNIRSCH und das war´s.

Zeitgleich erkrankte mein Pferd (Gott sei Dank nix Ernstes, nur Papillome, die mittlerweile auch wieder abgeheilt sind) und eine Woche später machte mein Auto seltsame Geräusche. Es pustete und machte ein eigenartiges Schleifgeräusch…ab in die Werkstatt…Tja…Turbolader oder Dieselpartikelfilter…für beides muss das Getriebe raus und mein Wagen ist zwölf Jahre alt! Also der Rat der Werkstatt: Weiterfahren…TÜV und ASU hat er ja mit Bravour bestanden. Ähja..gute Idee, bis ich dann eine weitere Woche später mit `nem Motorschaden und einer angeknacksten Kupplung liegen blieb. (ich kaufe wirklich nie weder ein Auto von privat!!! *grmpf*

An dem Punkt dachte ich schon: Also DAS muss jetzt wirklich alles gewesen sein.

Doch nö. Das Schicksal forderte mich weiter heraus.

Zuerst hat sich eine Lehrerin doch wirklich mobbingtechnisch an meinem autistischen Kind ausgelassen, was mir sogar Mitschüler erzählt haben! Das hat natürlich ein Nachspiel!

Dann fiel der Ehemann einer Freundin zu Hause einfach um. Tot, Herzinfarkt. Mit nur 52 Jahren. Drei Kinder.

Acht Tage später verstarb nun der Vater einer anderen Freundin.

Mannomann….Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir erst durch diese extreme Häufung von Fürchterlichkeiten klar geworden ist, wie wichtig und heilsam Sisterhood -Schwesternschaft- ist!

Ich kann es wirklich gar nicht genug betonen und herausstellen, was diese Art eines Frauenzirkels um Dich herum für Kräfte frei setzt und wie diese Gemeinschaft Dich in schweren Zeiten trägt. Genauso ist es eine besondere Erfahrung mit anderen Frauen zusammen die Last einer einzelnen aufzuteilen, sie gemeinsam zu tragen und Neues entstehen zu lassen. Sei es ganz pragmatisch mit einer Tankfüllung, einem Topf Suppe, Babysitting oder auch nur DaSEIN und der Stille nach dem (Lebens-) Sturm lauschen.

Diese Erkenntnis beseelt mich noch heute, dabei ist hier gerade erst ein wenig Ruhe auf dem Teich.

Ich weiß, dass die Frauen um mich herum, das genauso empfinden und doch ist auch hier in meinem direkten Umfeld wichtig immer mal wieder aufzuzeigen, was wir besonderes haben, welche Kraft in jeder Einzelnen von uns wohnt und welche Energie entsteht, wenn wir uns mitteilen und ein Stück des Weges mittragen  und auch mittragen lassen.

Durch solche Zeiten, solche Momente ist mir einmal mehr klar, dass eigentlich die Frauen das starke Geschlecht sind. Mag sein, dass die Männer in der Regel mit mehr Muskelkraft gesegnet sind und doch braucht es andere Dinge, die das Leben, die Welt in den Angeln hält und ganz eindeutig sind es die Frauen, die dafür sorgen, dass diese Welt und auch die des eigenes kleinen Kosmos weiter dreht. Meine Gedanken schweifen gerade ab zu den Trümmerfrauen. Die Frauen die nach dem zweiten Weltkrieg mit Kindern ohne Arbeit und Essen da standen und doch Steine geklopft und Häuser aufgebaut haben.

Wenn Du also auch eine ganz ganz dunkele Zeit hast, dann schau und fühl, ob da nicht doch Frauen um Dich herum sind, die Dir in irgendeiner Form Kraft schenken können. Vielleicht durch Zuhören, DaSEIN, zusammen schweigen-lachen-weinen-Blödsinn machen um auf andere Gedanken zu kommen…es gibt so viele Bedürfnisse und so viele Möglichkeiten diese zu stillen. Und wenn Dir partout nicht eine lebendige Frau einfällt, dann denk zurück an die Frauen vor Dir, z. B. an die Trümmerfrauen. Es ging nie darum an einem Tag die Welt, deine Welt neu zu erschaffen, aber wie in dem Kinderlied „Stein auf Stein“, Stück für Stück zurück in ein lebenswertes Leben zu finden, jede für sich und alle zusammen.

In diesem Sinne verabschiede ich mit heute von Dir.

Mein kleiner Stein ist heut:

-Dieser Blogbeitrag für Dich, für mich und den Rest der Frauenwelt.

Fünf Minuten Yoga und fünfzehn Minuten Meditation. Beides ist gut für mich und mein Umfeld, denn aus eine leeren Tasse kann man nicht trinken. Also wenn ich aufgefüllt bin, kann ich anderen davon abgeben und für meine persönliche Gesundheit ist es auch gut!

 

UIIIIIiii schon drei Dinge!!! Das fühlt sich voll erfolgreich und verbunden an-mit mir selbst und allem was da draußen ist.

 

Also Sister (und das obwohl ich sonst DENGLISH einfach doof finde…aber das Wort „Sisterhood“ hat was Schönes für mich, etwas Starkes Unumstössliches und zugleich Weiches…):

Was tust Du heut für DICH und für andere Frauenschwestern?

Erzähl doch mal in den Kommentaren davon und wie es Dir damit geht! Ich freu mich drauf!

 

Wir lesen uns.

Denn ich bin Frau Wort. 😉

Ich bin SAM


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